Art des Artikels
Interview
Autor
Leonie

Haus des Engagement in Corona Zeiten

Bild
Freie Schlagwörter
Zusammenfassung

Was machen eigentlich die Initiativen gerade in der Corona-Krise? Wir haben für euch nachgefragt. Magdalena Langer vom Haus des Engagement gibt einen Eindruck.

Haupt-Inhaltsfeld

Interview vom 06. April 2020

Wie ist da so gerade die Stimmung bei euch im Team?

Wir haben das Haus des Engagements (HdE) für Gruppen leider schließen müssen, weil durch die Landesverordnung vorgeschrieben ist, dass keine Vereinstreffen mehr stattfinden dürfen. Das hat auch schon zu der Diskussion geführt hat, inwiefern Zivilgesellschaft dadurch gebremst wird. Wir stellen daher Informationen bereit, wie man das Engagement online weiterführen kann. Für CoworkerInnen ist das HdE offen, aber es ist natürlich schon ziemlich leer. Wir freuen uns, wenn wir wieder öffnen können und Aktive wieder zusammentreffen. Ich bin gespannt was sich durch Corona verändert. Ich glaube es wird ziemlich deutlich, dass zum einen sich Engagement in der Zeit richtig schnell und gut etablieren konnte. Zum anderen wurde deutlich, dass viele Engagierte auch Probleme gekriegt haben, finanziell zum Beispiel und dass wir da auf längere Sicht uns strukturell anders aufstellen und politisch andere Strukturen aufbauen müssen. Im Gespräch mit den Gruppen im HdE sammeln wir gerade Erfahrungen und Wünsche nach Veränderung und was wir aus Corona jetzt eigentlich lernen können.

Gibt es was, das ihr gerade jetzt braucht?

Ich glaub da ist schon was im Entstehen. Wir brauchen noch mehr diese Plattformen zur digitalen Vernetzung, die schnell funktionieren. Die brauchen wir auch in Zeiten, in denen wir uns wieder persönlich treffen können.

Welche Chancen siehst du in der Krise?

Chancen sehe ich darin, dass den Menschen bestimmte Dinge bewusst werden, sowohl im Gesundheitssystem, als auch wirtschaftlich bezüglich Regionalität und Resilienz. Bestimmte Dinge wurden da vernachlässigt. Die gilt es wieder zu bestärken. Ich sehe auch die Chance, dass eine Diskussion entsteht über Eingriffsrechte und Freiheitsrechte. Und die Chance, diese Solidaritätsbewegung, die gerade entsteht, weiterzuführen.

Hast du Ideen für neue Aktionsformen oder Formate?

Ich finde online-Beteiligungsportale spannend. Wir können von Corona lernen wie wir jetzt online Entscheidungen treffen können.

 

 

Foto: Gerardo Gazmudi

07