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„Utopia“ – über Architektur, urbanes Leben und Traum von Arkadien

Lesung im Rahmen der Kordiale
Zusammenfassung

Der Architekt, Gründer und Künstlerische Leiter des "Meta Theater" Moosach bei München beschäftigt sich philosophisch in dieser Lesung, wie sehr das Unbewusste mit der eigenen Wohnung zusammenhängt.

Ausführliche Beschreibung

Sa 28.09. | 18:30 Uhr | Kammertheater

Utopia ist das schmutzige Geheimnis der Architektur. Im Grunde ihres Wesens behauptet jede Architektur, die Welt zu verbessern. Doch wie alle, die jemals mit Utopia in Berührung gekommen sind, wurden die Architekten dafür schwer bestraft. Der Architekt ist im Angesicht Utopias in einer unmöglichen Situation: Ohne Bezug darauf ist seine Arbeit wertlos. Doch mit diesem Bezug wird sie zur Komplizin schwerer Verbrechen.“ (Rem Koolhaas, 2004)

Nirgendwo kann man so blind über die Dinge hinweg schauen wie bei sich zu Hause. Man kauft sich zwar Sachen, von denen man glaubt, dass sie schön sind, man stellt sie in seine Wohnung und das ist die beste Methode, um diese Dinge völlig unsichtbar zu machen. Die nächsten zwanzig Jahre sieht man die Dinge nicht mehr. Man könnte aus anthropologischer Perspektive sogar fragen, ob es nicht sogar so sein soll, nämlich, dass die Wohnung eigentlich ein Ort ist, in dem wir unser Unbewusstes verräumlichen. Das Unbewusste ist eigentlich genau dann am persönlichsten, wenn es auch mit allen möglichen Traumata und Erinnerungen „voll gestellt“ ist.

Texte von Rem Koolhaas, Oscar Wilde, Bruno Taut, Paul Scheerbart, Peter Sloterdijk, Tanja Runow, Michel Houellebecq, Italo Calvino, Johann Wolfgang von Goethe u.a.

 

MIT: Axel Tangerding | Architekt, Gründer und Künstlerischer Leiter „Meta Theater“ Moosach bei München

 

 

CORDIALE – von Herzen
Was uns bewegt, was uns verbindet!

28. September – 5. Oktober 2019 Was uns bewegt, was uns verbindet … Unter diesem Motto haben die Kurator*innen Ahmed Hadji Abdelali, Claudia Garibaldi, Tatia Kurashvili, Orhan Nassif und Barbara Peron ein experimentelles Kulturprogramm gestaltet. Sie bleiben nicht dabei stehen, „ihre“ Kultur zu repräsentieren oder ihr „Hiersein“ zu rechtfertigen – sondern suchen vielmehr nach durchaus philosophischen Themen, die sie bewegen. Das E-WERK Team unterstützt die Jury in jeder Hinsicht, das Programm umzusetzen und die Diversität unserer Stadtgesellschaft aktiv erlebbar zu machen. Die CORDIALE entzieht sich eindeutigen Beschreibungen und bleibt wie das Leben – bunt, vielschichtig, unerwartet und wandelbar. Aber immer pulsierend und einladend.

Info & Karten: www.ewerk-freiburg.de

Für Geflüchtete ist der Eintritt bei allen Veranstaltungen der CORDIALE frei!

Ein Projekt von E-WERK Freiburg in Kooperation mit dem Kommunalen Kino

Art der Veranstaltung
Vortrag / Lesung
Standort
Koordinaten
Utopia