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Bericht
Autor
Leonie

Heute wird getanzt, gesungen und geradelt...

und zwar von den Fridays; für eine klimafreundliche Wirtschaft.
Zusammenfassung

Am Dienstag, den 02. Juni, haben Fridays for Future auf dem Platz der Alten Synagoge unter dem Motto "Klimaziel statt Lobbydeal" demonstriert "mit 1,5 Meter Abstand fürs 1,5 Gradziel".

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Stand: 04. Juni 2020

Die Bundesregierung will ein Konjunkturprogramm auf den Weg bringen, um die Wirtschaft, die durch Corona schwere Einbrüche erlitt, wieder anzukurbeln. Dazu traf sich am 2. und 3. Juni der Koalitionsausschuss. Das Konjunkturprogramm soll Milliarden schwere Summen bewegen.

Fridays for Future forderten ein klimagerechtes Konjunkturpaket. Bundesweit wurde dazu Demonstrationen organisiert und Fridays for Future gab eine Pressekonferenz zu ihren Forderungen. 

Auch die Freiburger Fridays haben an diesem Tag demonstriert unter dem Aufruf: "Kein Geld für unökologisch wirtschaftende Konzerne! Wir brauchen einen sozialgerechten & ökologischen Wirtschaftswandel, und zwar jetzt!"

Auf dem Platz der alten Synagoge fanden sich knapp 100 Menschen ein, um sich mit den Forderungen der Fridays zu solidarisieren. Fridays for Future Deutschland forderten bundesweit unter anderem dass "keine börsennotierten Konzerne  gerettet werden, die kein verbindliches Klimaziel und keinen überprüfbaren Plan für die Einhaltung des 1,5 Grad-Ziels vorweisen können". Die Freiburger Fridays kritisierten zudem auch die derzeit diskutierte Abfrackprämie bzw. Kaufprämie für Autos und äußerten sich in diesem Zusammenhang kritisch über Winfried Kretschmann, den grünen Ministerpräsidenten von Baden-Württemberg, der forderte, dass auch für moderne Diesel und Benziner Kaufanreize gesetzt werden sollen. Die Fridays sprachen zudem über die Geschehnisse in den USA, wo derzeit Demonstrationen und Unruhen stattfinden nachdem der Afroamerikaner George Floyd von einem Polizisten getötet wurde. Fridays for Future appelliert "No Justice, No Peace, No Future"

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Extinction Rebellion Freiburg hat sich in einer kurzen Ansprache mit den Forderungen der Fridays solidarisiert. Das offene Mikrofon bot auch einem Demoteilnehmer eine Bühne, der darüber sprach, wie dankbar er für den gemeinsamen Protest sei. "Ich bin froh, dass ich heute hier bin und nicht am See liege." Auch wenn sich heute im Vergleich zu großen Klimademos nur wenige Menschen auf dem Platz der Alten Synagoge versammelt hätten, sei es sehr motivierend zu sehen, dass die "Sache" trotzdem weiter gehe. Er bekam von der Menge großen Zuspruch.

Im Anschluss an die Reden wurde noch ein gemeinsamer Tanz performt. Etwa 50 Menschen fanden sich danach zu einer Critical Mass zusammen und fuhren in der Fahrradkolonne durch die Stadt.

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Auch der SWR berichtete über die Aktion, die in ähnlichem Format auch in Konstanz und Tübingen stattfand.

 

 

Die Koalition hat am Mittwoch, den 03.06., schließlich ein Konjunkturpaket von 130 Milliarden Euro beschlossen und sich gegen eine Kaufprämie für Verbrenner entschieden.

Zuletzt geändert
06.12.23, 23:57